PMS / Late Luteal5 min readDeutsch

PMS ist real — das passiert gerade

Hormonabsturz, Serotonin-Abfall, warum Symptome jetzt auftreten

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Der Hormonabsturz

PMS betrifft bis zu 75 % der menstruierenden Personen. In der späten Lutealphase fallen sowohl Östrogen als auch Progesteron rapide ab. Das ist kein allmählicher Rückgang — es ist ein Absturz.

Dein Gehirn und Körper brauchen Zeit, sich anzupassen, und diese Anpassungsphase erleben wir als PMS.

PMS ist nicht nur Einbildung. Die Symptome sind eine direkte, messbare Folge hormoneller Veränderungen, die deine Gehirnchemie, dein Nervensystem, Verdauungssystem und Immunsystem betreffen.

Die Serotonin-Verbindung

Östrogen fördert die Serotoninproduktion, wenn also Östrogen fällt, sinkt die Serotoninfunktion mit.

Das erklärt Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Traurigkeit, Angst, gesteigerten Appetit (besonders nach Kohlenhydraten) und Schlafstörungen. Es ist ein vorübergehender, hormonell bedingter Abfall des Botenstoffs, der dir hilft, dich ruhig, glücklich und emotional widerstandsfähig zu fühlen.

Deshalb sind SSRIs eine der wirksamsten Behandlungen für schweres PMS und PMDS.

Das volle Spektrum der PMS-Symptome

Häufige körperliche Symptome sind Blähungen, Brustspannen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Akne, Muskelschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Heißhunger.

Emotionale Symptome können Reizbarkeit, Angst, Traurigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, das Gefühl der Überforderung und sozialer Rückzug umfassen.

Wenn die Symptome schwer genug sind, um den Alltag zu beeinträchtigen, hast du möglicherweise PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung), die 3–8 % der menstruierenden Personen betrifft und sehr gut behandelbar ist.

Bestätigung und was hilft

Deine Symptome haben eine biologische Grundlage. Das anzuerkennen ist ermächtigend, denn es bedeutet, dass du gezielt handeln kannst.

Lebensstilmaßnahmen, die helfen, sind regelmäßige Bewegung, Stressmanagement, ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung und die Reduzierung von Alkohol und Koffein vor der Periode.

Nahrungsergänzungsmittel mit Evidenz sind Kalzium (1.200 mg täglich), Magnesium (200–400 mg täglich), Vitamin B6 (50–100 mg täglich) und Mönchspfeffer (Vitex). Bei schweren Symptomen sind hormonelle Behandlungen und SSRIs wirksame Optionen.

Quick Tip

Tägliches Kalzium (1.200 mg) hat starke Forschungsergebnisse hinter sich bei der Reduzierung von PMS-Symptomen — erwäge ein Ergänzungsmittel oder kalziumreiche Lebensmittel.

Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihrer Gesundheit immer an Ihren Arzt.

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